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DIE GESCHICHTE DER INTERNATIONALEN BERGMANNSMISSION

Die Internationale Bergmannsmission wurde im Jahr1906 durch einen reichen Bergwerkbesitzer und Industriellen, Richard Glynn Vivian, in England gegründet.

 

Als Glynn Vivian im Alter von 70 Jahren erblindete kam es zu einer grossen Verzweiflung in seinem Leben. Durch das Zeugnis seines jungen, gläubigen Hausdieners, Herbert Voke, wurde Glynn Vivian von der Liebe Jesu Christi erfasst. Eines Tages eröffnete er seinem Hausdiener, der stets für ihn gebetet hatte: „Heute habe ich mein Herz Jesus übergeben.“ Nun erwachte in ihm ein grosser Wunsch, die in traurigen Verhältnissen lebenden Bergleute in England, wie auch in andern Ländern der Erde, die er besucht hatte, mit dem Evangelium zu erreichen. Als Resultat gründete er im Jahr 1906 die „International Miners’ Mission“ (IMM), die ursprünglich „The Glynn Vivian Miners’ Mission“ genannt wurde. In Swansea, in Südwales, in einem grossen Kohlenbergbaugebiet, entstand die erste Missionshalle. So durften viele Bergarbeiter zum Glauben an Jesus Christus finden und hilfreiche

Image 1 from Geschichte der Int.Bergmannsmission | The International Miners' Mission

Verbesserungen im Sozialbereich erleben. Das Hauptquartier der IMM wurde in Brighton eröffnet. Als Richard Glynn Vivian 1910 starb hinterliess er der IMM eine grosse Schenkung, wodurch die sich nun ausbreitende Missionsarbeit gesichert war und bis heute als IMM Fond eine finanzielle Stütze ist. In den ersten Jahren nach ihrer Gründung entstanden in England, Frankreich, Spanien, Chile und Japan Missionsstationen der IMM.

Im Laufe der Jahre wurden weitere Stationen in Deutschland, Belgien, Oesterreich, Portugal, Nigeria, Sierra Leone, Südafrika, Simbabwe, Aethiopien, Sambia, Zaire, Bolivien, Peru, Rumänien, Ukraine und vor kurzem auf den Philippinen gegründet.

Aus der Arbeit der Int. Bergmannsmission entstanden vielerorts Gemeinden, von denen viele Selbstständigkeit erlangt haben und nun unabhängig sind, andere wiederum mussten schliessen, vielfach aufgrund des massiven Rückgangs des Bergbaus der in Europa fast zum Erliegen kam.

Heute ist die IMM in der Ukraine, in Rumänien, Simbabwe, Südafrika, Sierra Leone, Aethiopien, USA, Chile, Peru, Bolivien und auf den Philippinen tätig. Die Missionsarbeit in den Bergbaugebieten der verschiedenen Länder wird von fünf Komitees begleitet und unterstützt. Diese haben ihren jeweiligen Sitz in England, Schweiz, USA, Australien und seit 2007 in  Südafrika.

 

Image 2 from Geschichte der Int.Bergmannsmission | The International Miners' Mission

Schweizer Komitee der Internationalen Bergmannsmissions (IBM) wurde kurz nach Ende des  2. Weltkriegs als IMM Zweigstelle Englands, vermutlich im Jahr 1945 gegründet. Es gibt keine Gründungsunterlagen. Präsident des Schweizer IBM Komitees war ein gewisser Herr Roth und sein Sekretär war Julius Feybli. Im Jahr 1956 trat Herr Roth altershalber als Präsident zurück und Julius Feybli wurde Präsident. Es entstand ein neues Komitee und die erste Ausgabe des „Bergmannslichts“ erschien im Oktober des Jahres 1956.   Der Zweck des Schweizer IBM Komitees besteht darin, die Missionsarbeit unter den Bergleuten zu fördern. Deshalb unterstützt die IBM Schweiz die Evangelisten in den verschiedenen Bergbaugebieten durch Gebet und finanziell. Ebenfalls werden soziale Projekte durch die Hilfe der IBM realisiert.

 

Nachfolgend werden Länder aufgeführt, in denen das Schweizer Komitee seit seinem Bestehen die Missionsarbeit unter den Bergleuten auch durch Missionsbesuche und Beratungen unterstützt hat oder noch unterstützt. Dass die Missionare trotz mancherlei Widerstände so vielen Menschen zum Segen werden durften hat damit zu tun, dass ihre Ehefrauen auf vielerlei Weise mitgearbeitet haben und ihnen in grosser Treue zur Seite gestanden sind und noch zur Seite stehen.

Japan. Hier hat Missionar Eugen Zollinger in den Nachkriegsjahren die Bergmannsmission wieder neu aufgebaut. Zuerst in Ashio, dann in Yubari und später entstanden an weiteren Orten Gemeinden. Die Schliessung der Bergwerke in den 80er Jahren verursachte eine Abwanderung vieler Bergleute, sodass es zu einem Rückgang der Gemeinden kam. Es gibt jedoch Gemeinden, die eigenständig wurden und in dem buddhistischen Land ein Zeugnis für Jesus sind.

Frankreich. In Wittenheim (Elsass), umgeben von Kalibergwerken, waren die ersten Kontakte der IBM mit Missionar Fritz Fuhrer, der 1960 vom Missionarsehepaar Jean und Jocelyne Herrgott abgelöst wurde. Durch die Evangelisationstätigkeit von Jean Herrgott kam es zu einem starken Wachstum der Gemeinde, die sich durch ihre missionarische Tätigkeit auszeichnete. Auch nach der vor Jahren erlangten Selbständigkeit besteht weiterhin ein guter Kontakt zur IBM Schweiz.

Ebenfalls in Carvin (1951) und später in Courrière  (Pas des Calais) entstanden in den Bergbaugebieten durch den treuen Dienst von Missionar John Hudson Gemeinden, die noch heute bestehen.

 

Deutschland. In Gelsenkirchen Ruhrgebiet (Gründungsjahr 1929) wurde nach dem zweiten Weltkrieg die Arbeit der Bergmannsmission von Missionar Hünegart wieder aufgenommen und Jahre danach von Missionar Bodo Dombrowski, der vor seiner theologischen Ausbildung selbst als Knappe im Bergbau gearbeitet hatte, weitergeführt. Im Jahr 1962 trat Missionar Kurt Feurer in die Nachfolge, dessen Dienstzeit sich bis ins Jahr 1985 erstreckte. Schwerpunkte der Missionsarbeit waren: Gemeindearbeit, Besuchsdienste in den Wohnheimen, Jugendarbeit, Religionsunterricht an den Bergberufsschulen und zuletzt Ausländerarbeit, im speziellen unter den Türken. Im Jahr 1985 kam es zum Abschluss der Missionsarbeit der IBM in Gelsenkirchen. In der  Image 3 from Geschichte der Int.Bergmannsmission | The International Miners' Mission

langen Zeit ihres Bestehens durften viele zum Glauben an Jesus finden und viele von ihnen haben sich in der Nachfolge Jesu bewährt.

 

Im Jahr 1964 wurde in Kapellen (Niederrhein) eine neue Missionsarbeit eröffnet, die trotz der vielen Evangelisationseinsätzen und gesegneten Diensten von Missionar Daniel Mörker relativ klein geblieben ist und 1973 leider aufgegeben werden musste.

Oesterreich. Durch Missionar Graham Lange in Ampflwang (Oesterreich) wurde 1958 eine neue Missionsarbeit in einem Braunkohle Bergbaugebiet mit 3000 Bergarbeitern ins Leben gerufen. In diesem katholischen Ort mit 5000 Einwohnern entstand eine blühende Gemeinde. Sie ist seit einigen Jahren selbständig geworden und ist ein sichtbares Zeugnis für Jesus Christus in diesem Gebiet. Es besteht weiterhin ein guter Kontakt mit dem IBM Komitee in der Schweiz.

Nigeria. Im Jahr 1962 kam es zu ersten Kontakten mit Missionar Edward Grimshaw in Jos in Nordnigeria. Haruna Jatan war der herausragende einheimische Evangelist, der viele Menschen an verschiedensten Orten zum Glauben an Jesus Christus führte. Nach seinem Tod im Jahr 2005 kam die Missionsarbeit der Int. Bergmannsmission in Nigeria zum Erliegen.

Portugal. Die ersten Kontakte entstanden 1978 mit Evangelist Jorge und Adélia Paradela in Braganza. In Montesinho, einem Zinn-Bergbaugebiet, im Nordosten Portugals kamen viele Bergmannsfamilien zum Glauben an Jesus Christus. Gemeinden an verschiedenen Orten in den Minengebieten entstanden. Im Jahr 1997 kam es zu einem Zusammenschluss mit einem Gemeindeverband, doch der Kontakt zur IBM ist geblieben.

Südafrika. Durch den Kontakt mit Missionar Stuart Burns (Generalsekretär der IMM USA seit 1992) kam die IBM Schweiz im Jahr 1991in Berührung mit der Bergmannsmission in Südafrika, die in den Jahren zuvor eine Vielzahl von Bekehrungen erleben durfte. Die IBM Schweiz war bereit  die finanzielle Unterstützung für die Evangelisten zu übernehmen. Die Missionsarbeit umfasst heute die Goldminengebiete in der West Rand (bei Johannesburg), wo sich seit vielen Jahren Elija Dube als Evangelist und Gemeindepastor bewährt hat. Des weitern erstreckt sich seit einigen Jahren die Missionsarbeit auf die Platinminengebiete von Rustenburg. Im Jahr 2005 wurden die finanziellen Verpflichtungen der IBM Schweiz eingestellt. Das IMM Komitee in England entschied sich für die Weiterführung der Missionsarbeit in den Minengebieten Südafrikas. Es sagte dem neu gebildeten südafrikanischen Komitee seine Unterstützung zu mit der Bitte, einen eigenen Freundes- und Geberkreis zu schaffen

Simbabwe. Da der Bergbau in den vergangenen Jahren in Westeuropa international seine Bedeutung verlor, wodurch die meisten Bergwerke geschlossen wurden, und auf Grund der beschränkten finanziellen Mittel, konzentriert sich die IBM Schweiz ab 2006 nur noch auf Simbabwe.

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Es war im Jahr 1985, als die ersten Kontakte mit der Bergmannsmission in Simbabwe stattfanden. Damals war Missionar Haward Beckett unser Berater. Die Missionsarbeit, die in Zusammenhang mit der United Baptist Church in Simbabwe erfolgte, erweiterte sich, und gerade in den letzten Jahren, in der die politische und wirtschaftliche Krise immer schlimmer geworden ist, kommen immer mehr Menschen zum Glauben an Christus Jesus. IBM Koordinator ist seit Jahren

Rev. Pardon Chingovo, ein begnadeter Evangelist und guter Organisator.

Das Komitee der IBM Schweiz unterstützt z.Zt. sechs Evangelisten, engagiert sich für Waisenhilfe wie auch für die Bibelverbreitung. Zudem nahm die IBM auch die Möglichkeit wahr, durch Containertransporte dringend benötigte Hilfsgüter nach Simbabwe zu senden.

Mit Hilfe-zur-Selbsthilfe-Projekten, wie z.B. Hühneraufzucht- und Gemüseanbauprojekte, wird Frauen, die unter dem Druck der Armut in die Prostitution gerieten, der Ausstieg ermöglicht.

 

Wir sind Gott sehr dankbar, dass Er in all den Jahren, in der die IBM Schweiz besteht, Missionsfreunde geschenkt hat, die bereit waren und bereit sind, mit Gebet und finanzieller Hilfe die Missionsarbeit in den verschiedensten Minengebieten zu unterstützen. Gott möge Sie segnen.

 

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Schweiz Adresse:  Geschäftsstelle, Postfach 469, CH 3000 Bern 14, Switzerland

www.minersmission.com

 

 

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